Freitag, 4. September 2009

Merk(el)male

Das Politiker nicht die intelligentesten sind, hat ja so manch Einer schon gemerkt.... -oder doch nicht?

Das sie langweilen und lügen, kenn ich ja noch aus der DDR.

Das sie einen Staat veräußern und lügen; das kenne ich erst sein 1990.

Das die Bürger für dumm verkauft werden, ist nicht neu; das Bürger als Personal (personalausweis) an die; mittlerweile nichtmal eigene Wirtschaft verkauft werden; das kenne ich nur von George Orwell.

Hier ein paar "kluge" Merkelsprüche und eine Meinung eines bekannten Schriftstellers / Satirikers - Eckhard Henscheid

„Die Perspektive beruht darauf, daß wir ein europäisches Unternehmen schaffen“ (Mai 2009)

„Es geht darum, daß von seiten des Papstes sehr eindeutig festgestellt wird, daß es natürlich einen positiven Umgang mit dem Judentum insgesamt geben muß“ (Februar 2008)

„Bayern steht da, wo der Bund hinwill“ (Juli 2008)

„In der Mitte sind wir und nur wir. Wir sind die Mitte. Wo wir sind, ist die Mitte“ (Parteitag 2007)

„Eckpunkte in die richtige Richtung weisen“ (Oktober 2006)

„Münteferings Verhalten mit der Würde einer Volkspartei unvereinbar ist“ (September 2008) sowie:

„Die Weltsicherheitskonferenz bedeutet eine fundamentale Weichenstellung.“


„Wir sollten das Auto nicht zum Buhmann der Nation machen“ (Juni 2009)

„Karl Lehmann ist einer der bedeutendsten Theologen der Gegenwart“ (Mai 2005) – obwohl nun ausgerechnet der gar kein Theologe, sondern, wenn überhaupt was, ein episkopaler Praktiker ist

„Nicht jede Auseinandersetzung bedeutet eine Kontroverse“ (2008)

„Ich will Deutschland dienen“ (Wahlkampf 2005)

„Ich will Deutschland nach vorne bringen“ (ebd.)

„Ich will, daß Deutschland die Nase vorn hat“

Nein, es geht nicht mehr !!!

Von Eckhard Henscheid

Die Platitüdität solcher Sätze in Serie reicht einer ganz neuartigen „Banalität des Bösen“ (Hannah Arendt) die schweißige Hand seitlich der schwitzfleckenfeuchten Hosenanzugsjacke. Der bestürzende Dummsinn, die behämmerte und zugleich behämmernde, die uns am Ende richtig zuschüttende Impertinenz, die der einstmals mitteldeutsche Seelenknödel im Hosenanzug täglich, ja wer weiß (und wäre nicht gerne nah dabei) stündlich produziert und ausschüttet: Er überragt inzwischen längst die oftmals ja sogar kunstvolle Nichtigkeit der Rede ihres Lehrmeisters Helmut Kohl oder aber auch die Komik eines komischen Selbstläufers, dessen Banausität bis hin zur Debilität aber ja ohnehin mehr eine sich selbst fortzeugende Legende war.

Stiefel an Zerebralflatulenzen

Ob sie selber glaubt, was sie da bedrückend genug uns vorfaselt? Ob sie nie etwas von einem Metaphernkollaps (Katachrese) gewittert, verspürt, gehört hat, der es dem Sprechenden nun mal verbietet, eine Weiche ins Fundament zu fahren – zumal als gelernte angebliche Naturwissenschaftlerin! Ob sie niemals zu ahnen vermocht hat, welch einen entsetzlichen Phrasenjargonauflauf, was für einen Stiefel an Zerebralflatulenzen*sie da Tag für Tag beinahe ohne Ausnahme und approximativ Satz für Satz zusammenseiert, weit übers Berufsübliche und -obligate hinaus in den schieren Nonsens hinein?!

*Zerebral:dem Gehirn zugehörend und Flatulenzen sind Blähungen